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Speedflying – den Tod im Nacken

Speedflying – den Tod im Nacken
Artikel vom:
27.02.2009
Quelle:
Berner Zeitung
Autor:
Von Sascha Rhyner
Rubrik:
Weitere Sportarten
Seite:
Berner Zeitung-Weitere Sportarten
Kategorie:
Presse

Article Content

Speedflying – den Tod im Nacken

Von Sascha Rhyner. Aktualisiert am 27.02.2009

In der Region Meiringen findet ab heute die erste Schweizer Meisterschaft im Speedflying statt. Mit Gleitschirm und Skiern brausen Wagemutige steilste Hänge hinunter.

Sie kennen die Szene: James Bond flieht vor den hinterherjagenden russischen Spionen auf Skiern, als sich vor ihm der Abgrund öffnet. Unerschrocken braust der Vater aller Spione über den Felsvorsprung und öffnet den Fallschirm mit dem Union Jack. Die Szene aus «Der Spion, der mich liebte» von 1977 ist so etwas Ähnliches wie die Vorgängersportart von Speedflying (auch Speedriding genannt). Die Sportart ist so jung, dass derzeit über die Namensgebung abgestimmt wird.

32 Jahre später werden im Berner Oberland erstmals Schweizer Meisterschaften in dieser jungen Sportart ausgetragen. Die Sportler erreichen Tempi von über 100 km/h und schweben knapp über den Boden oder gleiten auf dem Pulverschnee. Entsprechend gross ist das Risiko dabei. Drei Schweizer Speedflyer verloren in den letzten zwei Jahren ihr Leben. Die Winde auf den Gipfeln sind extrem und auch extrem unberechenbar. Sie können die Sportler gefährlich gegen die Felsen drücken.

S nowboard-Pionier Kestenholz auch hier Vorreiter

Berichte über Verletzungen und Unfälle schrecken jedoch nicht ab. Ueli Kestenholz, einst Snowboard-Pionier und Bronzemedaillen-Gewinner bei den Olympischen Spielen in Nagano 1998, ist nun auch Vorreiter im Speedflying. Sein Freund Mathias Roten, mit dem er den Film «Play Gravity» drehte, verunglückte vor einem Jahr, als er in seiner Thuner Heimat einen neuen, kleineren Schirm ausprobieren wollte. Seine Leiche wurde hundert Meter unterhalb des Startplatzes zwischen den Felsen gefunden. Die Speedflyingschirme sind sehr kleine Gleitschirme (ca. 8 bis 14 Quadratmeter), deren Konstruktion fallschirmtechnische Merkmale aufweisen und somit eigentlich eine Mischung aus Gleitschirm und Fallschirm darstellen.

Um überhaupt speedflyen zu dürfen, braucht es in der Schweiz die Gleitschirm-Lizenz sowie eine zusätzliche Ausbildung. 323 Leute haben das vom Bundesamt für Zivilluftfahrt vorgeschriebene Speedflyingbrevet d erzeit. Für die Meisterschaften in der Hasliberg-Region hatte sich knapp ein Drittel davon angemeldet. Sie beginnt heute Nachmittag und dauert bis am Sonntag. Und wie für Style-Sportarten üblich findet am Samstagabend auch eine grosse Party statt. Der Sonntag ist einem Showwettkampf vorbehalten. (<%= misc::nn_quelle %>)

Erstellt: 27.02.2009, 10:53 Uhr

 
 
 
 
 
 
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